Das Auftreten der Großen Weidenrindenlaus in Reindobl


Im Oktober 2013 kam es in Reindobl zu einem massenhaften Auftreten der Großen Weidenrindenlaus (Tuberolachnus salignus) auf den im Jahr 2007 gepflanzten Weiden. Blätter und Rinde der Weiden waren großflächig mit schwarzem Rußtau bedeckt. Viele Kolonien aus mehreren hundert Exemplaren aller Altersgruppen produzierten riesige Mengen von flüssigem Honigtau, der sogar von den Weiden auf das Gras herunter tropfte. Dadurch fanden sich sehr viele Insekten insbesondere Fliegen und Wespen ein, so dass der gesamte Bereich von einem starken Summen erfüllt war. Obwohl Hornissen oft Wespen fangen, um diese als Nahrung an die Brut zu verfüttern und Wespen wiederum regelmäßig Fliegen fangen, konnte man hier in einem vor Nahrung überquellendem Schlaraffenland diese Tiere in einem friedlichen Nebeneinander beobachten. Auch Schmetterlinge und andere Insekten fanden sich an dieser reichhaltigen Nahrungsquelle ein. Ein derartiges massenhafte Vorkommen gibt es nur in Abständen von mehreren Jahren. So hat diese massive Besiedelung den Weiden auch überhaupt nicht geschadet. 

Weitere Informationen:

Annemarie Fossl  „Die wichtigsten Honigtauerzeuger des steierischen Ennstales“  Mitteilungen der Abteilung für Zoologie und Botanik am Landesmuseum „Joanneum“ in Graz Mai 1963

https://influentialpoints.com/Gallery/Tuberolachnus_salignus.htm